Patientenbindung

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Wie viele Patienten haben Sie eigentlich in den letzten beiden Jahren verloren? Bedenklich viele Patienten kommen ins Grübeln, ob Sie sich wirklich zwei Stunden ins Wartezimmer Ihres Arztes setzen sollen, wenn dabei nur ein Rezept “rausspringt” und die Zuzahlung mehr kostet, als das Medikament. 

Sollten Sie diese Termine nicht so gespürt haben, liegt es wohl an Ihrer guten Patientenbindung. Die Patientenbindung ist für zwei Bereiche sehr wichtig:

1. Wirtschaftliche Stabilisierung der Praxis. Durch stabile Fallzahlen wird auch der Großteil Ihrer Einnahmen erhalten bleiben.

2. Sicherere Arbeitsplätze für Ihre Mitarbeiter.

Was erwartet ein treuer Patient von “seiner” Praxis:

  • Ruhe, Kompetenz und Professionalität des Praxisteams “Menschlichkeit” Er will nicht nur als Patient gesehen werden, sondern auch als Mensch. Er will erkannt und mit Namen angesprochen werden.
  • Vertraulichkeit. Datenschutz ist ein sehr wichtiges Gut.
  • Professionelle Organisation. Ruhe statt Hektik.
  • Teamarbeit und keine Grabenkriege.
  • Information über Leistungen und Zusatzleistungen der Praxis

Wie können Sie nun Ihre neuen Strategien zur Patientenbindung in die Praxis umsetzen:

Gestalten und organisieren Sie:

  • Patienteninformationen zu verschiedenen Gesundheitsthemen, wie Impfinformationen oder bestimmte Untersuchungsformen
  • Informationen zu sozialen Diensten, Nachbarschaftshilfen, Altenpflege und Altenbetreuung oder zur häuslichen Pflege
  • Recall-System. Erinnern Sie Ihre Patienten an bestimmte Termine, wie Präventionen
  • Praxisinformationen zu Ihrem Leistungsspektrum
  • Visitenkarten mit Praxisanschrift und entsprechendenTelefonnummern
  • Listen der wichtigsten Notfallnummern
  • Tipps zur Urlaubsapotheke
  • Telefon-Informationskarte: “Welche Informationen braucht Ihr Arzt bei einem Notfallanruf?”

Welche Maßnahmen Sie anwenden ist eigentlich zweitrangig, denn es ist erstens entscheidend, dass Sie etwas tun und zweitens, dass das gesamte Team dahinter steht. Halten Sie sich auch immer vor Auge, dass es viel schwieriger ist Neupatienten zu bekommen, als Altpatienten zu vergraulen.

Beispiel aus einer Praxis: 

Patienten einer meiner Mandanten, die nüchtern zur Blutabnahme kommen müssen, bekommen danach eine Kleinigkeit zu essen. Kein Großer Aufwand, aber eine schöne Geste.