Patienten als Werbeträger

Patientenbindung ist – und wird es auch in Zukunft immer mehr sein – einer der bedeutendsten Erfolgsfaktoren für die Praxis. Die Patienten nicht mit 0815-Medizin zu versorgen, sondern ein Patientenservice, der sich sehen lassen kann, muss Ihr Ziel sein. Ein Baustein Ihres Services könnten z.B. Patientenschulungen sein.  Gerade hartnäckige Erkrankungen, wie Hypertonie, Asthma oder Osteoporose, aber auch “In-Themen” wie Diät oder Raucherentwöhnung sind geradezu prädestiniert für eine Schulung.

In den meisten Fällen schlagen Sie sogar zwei Fliegen mit einer Klappe, denn Sie bieten nicht nur einen hervorragenden Patientenservice an, sondern entlasten Ihre sonstige Sprechstunde, weil Sie über diese Krankheiten nicht mehr soviel erklären müssen.

Folgende Fragen müssen Sie beantworten, damit Ihr Konzept ein Erfolg wird:

1. Thema: Welches Krankheitsbild möchte ich gerne schulen?

2. Möglichkeiten:

– Habe ich eine ausreichende Anzahl von Patienten in meiner Praxis dafür?
– Bzw. welche Patientengruppe möchte ich ansprechen?
– Nutzen Sie hierzu Ihre Diagnosestatistik.

3. Inhalte und Umsetzungen:

– Welchen Nutzen kann der Patient aus meinen Programminhalten ziehen und wie wird dieser Nutzen in die Realität umgesetzt?
– Kann ich entsprechende Checklisten ausgeben?
– Was interessiert die Patienten?
– Was kann der Patient wie umsetzen?
– Was erleichtert den Alltag des Patienten?

4. Ablauf und Verantwortungen:

– Wie soll der Ablauf der Schulung aussehen?
– Können wir im Praxisteam eine Ablaufcheckliste mit Verantwortlichkeiten erarbeiten?
– Kann die Schulung in Zukunft von meinem Personal durchgeführt werden?

5. Nacharbeit:

– Wie stellen wir fest, ob es bei den Patienten ankommt?
– Stellen wir einen Bewertungsbogen zusammen?
– Führen wir eine Patientenbefragung durch?

Am wichtigsten an einer Patientenschulung ist, dass Sie voll und ganz hinter der Sache stehen, denn nur wenn man was mit Freude macht, macht man es auch wirklich gut.