Fixe Ausgaben in den Griff bekommen

Eine der ersten Fragen bei einer betriebswirtschaftlichen Analyse lautet: „Wie hoch sind Ihre fixen monatlichen Ausgaben?“

Manche Praxisinhaber haben davon nur eine vage Vorstellung oder passen sogar bei der Antwort. Die meisten wissen aber ungefähr, was jeden Monat vom Konto abgezogen wird.

Eine weitere Nachfrage, von wann die letzte schriftliche Zusammenstellung der monatlichen Ausgaben ist, bringt dann schon wieder große Verunsicherung.

(Holen Sie sich dazu gerne auch meine kostenlose EXCEL-Tabelle).

Dabei ändern sich die Fixausgaben häufiger als man denkt.

Gebühren werden angehoben, die Miete steigt ständig oder die KFZ-Steuer ändert sich in irgendeiner Form.

Außerdem fallen die Ausgaben nicht nur monatlich, sondern auch vierteljährlich oder jährlich an. Damit Sie Ihre Fixausgaben sicher im Griff haben, sollten Sie sich eine Aufstellung machen, die Ihnen zeigt, wie hoch Ihre monatlichen Ausgaben wirklich sind.

Es reicht eigentlich ein Stück kariertes Papier, das Sie in vier Spalten mit folgenden Überschriften einteilen:

  1.  „Bezeichnung der Ausgaben“
  2.  „Jährlich“ (Beispiele: Lohnsteuer für Aushilfen/Teilzeitkräfte, Steuerberatungskosten für Jahresabschlüsse, betriebliche Haftpflicht-versicherungen, Betriebsunterbrechungs-Versicherung, KFZ-Steuer,  Feuerversicherung, Weihnachts- und Urlaubsgeld, Beratungskosten für Unternehmensberater)
  3. „Vierteljährlich“ (Beispiele: KV-Verwaltungskosten, Ärztekammerbeiträge, Zinszahlungen Praxisdarlehen, Beiträge zur BG)
  4. „Monatlich“ (Beispiele: Miete, Mietnebenkosten, Lohnzahlungen, Wartezimmer-Lektüre).

Sie sollten auch die jährlichen und vierteljährlichen Beträge in Monatsbeträge umrechnen, damit Sie einen besseren Überblick über das bekommen, was Sie tatsächlich ausgeben.

Für manche Ausgaben gibt es keinen festen Wert, wie z.B. für Telefonkosten oder Tankrechnungen. Hier sollten Sie mit einem möglichst realistischen Erfahrungswert arbeiten.

Diese Aufstellung lässt sich natürlich auch noch um die Einnahmen erweitern, wodurch man quasi eine laufende Einnahmen/Überschußrechnung erhält.

Ich kann eigentlich nur jedem raten, eine solche Aufstellung auch für seinen privaten Bereich zu erarbeiten, weil sich leider immer wieder zeigt, daß hier noch viel weniger Kostenbewusstsein herrscht als in der Praxis.

Zur Erleichterung habe ich Ihnen hier eine EXCEL-Tabelle erstellt, die Sie gerne kostenlos nutzen dürfen.

Was sonst noch in Ihrer Praxis-EDV für Informationen stecken, zeige ich Ihnen gerne. Fordern Sie ein Angebot unserer Abrechnungsdatenanalyse unter loibl@loibl-online.de an.

Ihr Rudolf Loibl

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